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Review Movies

I’ll be back...

…hätte ich das letzte Mal vielleicht unter meinen Beitrag schreiben sollen. Nach inzwischen fast dreimonatiger Abstinenz gebe ich mal wieder meinen Senf zu allerlei Filmen, das Review zu „Deathtrance“ verschiebe ich jetzt allerdings auf den nahenden DVD-Release bzw. den Kauf meinerseits. Der obige Aufhänger ist auch gleich ein gutes Stichwort zum ersten Film, hat doch der Hauptdarsteller noch weniger Text als Arni im ersten “Terminator“ (und da waren es grad mal vier Sätze?!). Die Rede ist von der neusten Lionsgate-Produktion „See no Evil“ bei der Wrestler Kane den Antagonisten mimt. Kurz zur Story: Zwei Cops werden zu einem Haus gerufen, indem sich ein entführtes Mädchen befinden soll. Als sie dieses wimmernd auf dem Boden finden taucht der mutmaßliche Entführer auf und tötet den ersten Polizisten kaltblütig. Cop Nr. 2 feuert daraufhin auf den Übeltäter, der trotz Kugel im Kopf fliehen kann. Das vermeintlich gerettete Mädchen hat nur wenig von seiner Rettung, ihr wurden die Augen herausgerissen...
Ein paar Jahre später, unser Retter im Prolog ist immer noch Polizist und leitet eine Art Rehabilitierungsprogramm für kleinkriminelle Jugendliche. Diese sollen ein altes Hotel wieder auf Vordermann bringen und so ihre Strafen abbüßen. Nach anfänglichen Kabbeleien zwischen den Protagonisten und der Erkenntnis, das Gerüchten zufolge ein Schatz in dem Hotel liegen soll, beginnt mehr oder weniger motiviert der Putzdienst. Da dieser wenig Spannung verspricht wird nebenbei versucht, neben den obligatorischen Balzritualen, den Schatz zu finden. Dabei stößt man allerdings in Bereiche des Hotels, die besser verschlossen geblieben wären...
„See no Evil“ lebt ganz klar von zwei Eigenschaften: Erstens von der Optik, die durch einen düsteren Hochglanzlook überzeugt, der bis zuletzt durchgestylt ist. Dadurch wirkt das alte Hotel noch ein ganzes Stückchen beklemmender. Ebenso Pluspunkt Nummer 2 kommt dadurch besser zur Geltung: Kane. Ihn in einem tiefgründigen Drama mitspielen lassen zu wollen wäre wohl mehr als vermessen, aber für diesen Film ist er eine ausgezeichnete Wahl. Seine riesige, massige Gestalt sorgt für sich schon für Beklemmung. Wenn er dann aber stoisch dreinblickend den Opfern seinen Fleischerhaken ins Fleisch rammt oder ihnen die Augen herausreißt, schlägt das Herz jedes Gore-Freundes höher. Überhaupt ist der Film für eine neuere Produktion überraschend brutal, mal schauen ob’s da noch einen Nachschlag in Form einer Extended-Fassung gibt. Leider können diese zwei positiven Aspekte nicht ganz die vorhersehbare Geschichte aufwiegen, die bis auf eine kleine Überraschung (in bezug auf die Opfer), sehr nach Schema F abläuft (und auch die vermeintliche Auflösung ist schon im voraus zu bemerken, wenn man nur ein bisschen aufpasst bzw. schon ein paar Slasher gesehen hat). Nichtsdestotrotz sollte man sich davon nicht den Spaß verderben lassen, denn dafür ist der Film dann doch zu gut gelungen. 7/10



Don’t go into the swamps….

In den 80ern war die Slasher/Horror-Welt noch in Ordnung: Freddy Krüger machte die ElmStreet (und den Index) unsicher, Jason metzelte sich durch die Gäste und Belegschaft des Crystal Lake, H.P. Lovecrafts Hellraiser brachte eine neue Dimension des Schreckens und der Re-Animator Jeffrey Combs schuf fröhlich Zombies die außer Kontrolle gerieten. Zwar wurden die Serien in den 90er mehr (Jason vs. Freddy) oder weniger (Hellraiser-Aufgüsse) erfolgreich fortgesetzt und mit dem Candyman betrat noch eine weitere charismatische Ikone das Parkett, aber für lange Zeit war der Ofen aus (bzw. wurde unrühmlich in die Videothek abgeschoben).Als Mitte der 90er Wes Craven mit seiner „Scream“-Trilogie das Slasher-Genre wieder kinotauglich machte folgten viele Trittbrettfahrer („Ich weiß, was du letzten Sommer...“-Trilogie, „Düstere Legenden“-Trilogie,...), der richtig große Gore blieb aber weitestgehend aus. Erst das Remake von „Dawn of the Dead“ ließ erahnen, dass Hollywood das Tricksen im großen (Gewalt-)Maßstab noch nicht verlernt hat (und nebenbei dem Zombie-Genre eine kurze Wiedergeburt bescherte) und aus französischem Lande bescherte Alexandra Aja der Community mit seinem „Haute Tension“ („High Tension“) eine blutige Überraschung aller erster Güte (8/10) (die er mit dem Remake von „Hills have Eyes“ noch toppen sollte, um die Kurve zu Hollywood bzw. der großen Leinwand wieder zu kriegen). Allerdings schien der alte 80er-Stil inzwischen entgültig begraben, Hochglanz allerorten...
Bis jetzt! Denn jetzt gibt es „Hatchet“. Adam Green scheint es sich auf die Fahne geschrieben zu haben den darbenden Fans einen richtig feinen Oldschool-Splatter-Slasher zu liefern, was ihm (zum größten Teil) auch gelungen ist. Kurz zur Story:
Zwei Kumpels sind bei einem alkoholgeschwängerten Stadtfest unterwegs um ordentlich zu feiern und halbnackte Frauen (im Gegensatz zu „Hostel“ ohne Silikon...) zu beäugen. Allerdings ändert sich der Plan schnell, da einer der beiden, von dem sich seine Freundin nach langer Beziehung getrennt hat, nicht in der Stimmung auf Frauen und Alkohol ist. Stattdessen möchte er lieber etwas erleben und entscheidet sich für eine Geistertour durch die Sümpfe, die in dem kleinen Örtchen angeboten werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und nachdem sie den richtigen Laden gefunden haben, treffen sie auf ihren Reiseführer, zwei Möchtegernschauspielerinnen, ihrem „Regisseur“. Mit dem Bus, in dem sie noch ein älteres Pärchen und ein schweigsames Mädchen treffen, geht es dann in die Sümpfe. Bei der Fahrt durch dieselbigen (vor der sie zuvor gewarnt worden sind) erfahren sie von der Legende des Victor Crowney, der als entstelltes Kind eines Tages durch einen Unfall durch seinen eigenen Vater mit der Axt (mitten ins Gesicht) getötet wurde. Der Vater starb Jahre später an gebrochenem Herzen und seitdem soll Victor durch die Sümpfe spuken. Das an der Legende mehr dran ist als die Gruppe zunächst glaubt, muss Sie schmerzlich erfahren, nachdem das vermeintlich sichere Boot auf Grund gelaufen ist und sie zu Fuß durch die Sümpfe laufen müssen...
Schmerzlich ist ein gutes Stichwort, denn was die Protagonisten hier teilweise erleiden müssen, ist seit langem das härteste was man auf der großen Leinwand erblickt hat. Da werden Köpfe explizit aufgerissen, Kiefer mit Handwerksgegenständen abgetrennt, Opfer gepfählt,... Und selbst wenn die Opfer tot sind werden sie noch durch die Gegend geworfen und weiter gepiesackt. Dabei wirken die Effekte zu keiner Zeit billig oder gestellt, sind allesamt handgemacht – Menschen mit schwachem Magen bzw. schwachen Nerven werden hier wohl kapitulieren. Die Optik des Films erinnert ein bisschen an die ersten „Freitag der 13.“-Filme, deswegen ist Wahl wohl auch auf Kane Hodder (Jason in diversen Teilen der besagten Serie) gefallen, der den Victor Crowney (und dessen Vater) mimt und wunderbar verkörpert. Und damit das Familientreffen perfekt ist, übernimmt Robert Englund (Freddy in der „Nightmare on ElmStreet“-Reihe) eine kleine Rolle, ebenso wie Tony Todd (Candyman in der gleichnamigen Trilogie), die den beiden sichtbar Spaß bereitet. Klingt bis jetzt alles nach Traumwertung, aber der Film hat leider zwei kleine Probleme die den Spaß etwas vermiesen. Vielleicht auch absichtlich als Hommage (konsequent 80er sozusagen), schmerzt teilweise die Dämlichkeit der Protagonisten, die alle Klischeefehler begehen die nur möglich sind. Der zweite Punkt ist das eigenartige Ende, der das ganze Kino zu den wildesten Spekulationen trieb (und nein, es kommt nichts mehr nach dem Abspann, Monkeyninja und ich haben extra gewartet). Summa summarum also ein kleines, feines Stück Horror-Kino das wie eine Zeitreise in die 80er wirkt und mit etwas Fingerspitzengefühl zu einer großen Franchise ausgebaut werden kann. Hoffentlich lernt Adam Green aus seinen Fehlern – wenn ja wird Victor Crowney bald in einem Atemzug mit den Großen des Genres genannt. 7/10
28.8.06 23:24


“Deutsche Synchro at its best”

Gestern war mal wieder Zeit den immer größer werdenden Filmstapel etwas zu dezimieren. Und zwar mit asiatischer Kost namentlich „Kung-Fu Hustle“ (sponsored by Monkeyninja) und „The Story of Ricky“.

Kung-Fu Hustle

Nachdem Stephen Chow bereits durch „Shaolin Soccer“ im Westen auf sich aufmerksam machte, folgt nun sein nächster Streich „Kung-Fu Hustle“ der in Asien eingeschlagen hat wie eine Bombe. Die Story ist schnell erzählt. Eine kleine Provinz wird von der „Axtgang“ terrorisiert, die raubt, plündert und mordet. Eines Tages kommen zwei Habenichtse in eine große Wohnanlage und geben sich als Mitglieder der Axtgang aus um sich auf Kosten der Einwohner die Haare schneiden zu lassen und etwas Geld zu erpressen. Daraus wird allerdings nichts, da sich die Bewohner keineswegs einschüchtern lassen. Bis die echte Axtgang auftaucht (zu denen die Beiden natürlich nicht gehören)... Doch wie sich herausstellt leben drei alte Kung-Fu Großmeister in der eigenwilligen Wohnanlage, die die Axtgang erst mal ordentlich aufmischt. Dass das der Anführer der Gang nicht auf sich sitzen lassen kann ist da ja selbstverständlich. Deswegen organisiert er ebenfalls Kung-Fu Großmeister um sich zu rächen... Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...
Klingt jetzt alles nicht so komplex (ich will auch nicht zuviel verraten), ist aber die Grundlage für ein paar grandiose Gags und Skurrilitäten. Das reicht von einer netten Zeitraffereinstellung, bei der die Axtgang sehr beswingt tanzt(!), über eine Roadrunner-mäßige Verfolgungsjagd (inklusive drehenden Beinen) bis hin zu fehlgeleiteten Messerwurfversuchen des Protagonisten. Apropos Protagonisten (Stephen Chow himself): ungewöhnlicher Weise hat dieser verhältnismäßig wenig Screentime, es wird viel Platz für andere Personen, deren Wehwehchen, aber auch deren Kämpfe eingeräumt. Wo wir auch schon beim Stichwort wären, denn was wäre ein Film der „Kung-Fu Hustle“ heißt ohne die titelgebenden (Kung-Fu) Kämpfe?! Eben. Wie Sushi ohne Fisch...
Die Kämpfe sind durchaus imposant choreographiert und inszeniert und reichen von realistisch bis Dragonball-mäßig abgehoben (im wahrsten Sinne des Wortes). Kein Wunder, hat der Choreograph doch bereits für Kill Bill und Matrix die Prügeleien zusammengestellt und auch hier wieder sehr gute Arbeit geleistet.
Kritisieren muss man hingegen die deutsche Synchro, wirken manche Sprecher doch schlecht gewählt oder unsynchron. Aber vielleicht ist das ja auch Absicht wie bei „Kung Pow“?!
Abschließend kann man sagen, dass sich Stephen Chow im Vergleich zu „Shaolin Soccer“ noch weiter gesteigert hat und einen wirklich guten Film abgelegt hat. Mal schauen ob er das beim nächsten Mal auch wieder schafft – wenn ja dann kommt er der 10 in Riesenschritten näher! 8/10

Synchrontechnische Steigerung gibt’s bei *trommelwirbel*
Story of Ricky (aka Ricky-Oh)

2001. Eine düstere Zukunft... Es herrscht Gewalt und die hohe Staatsverschuldung allerorten treibt die Länder dazu alle ehemals staatlichen Einrichtungen zu privatisieren. Darunter fallen auch die Gefängisse, die als Fassade für den Drogenanbau dienen und deren Insassen ausgebeutet werden. In ein solches Gefängnis wird auch der junge Ricky gesteckt, angeklagt und verurteilt wegen Mordes. Zumindest augenscheinlich...
Das Zuchthaus selbst wird von einem diktatorischem Leiter, seinem einäugigen, nicht minder bösen Vizedirektor und vier Kapos geführt. Die vier Kapos bewachen die Bezirke des Gefängnisses unterteilt in West-, Ost, Nord- und Südflügel und sorgen dort für „Ordnung“.
Als ein alter Mann im Duschraum zusammengeschlagen wird eilt Ricky ihm zu Hilfe, sehr zum gesundheitlichem Leidwesen des Peinigers. Auch der daraufhin gerufene Kampfkoloss findet seine Gedärme alsbald auf dem Boden des Bades wieder. Das kann der Vizedirektor nicht auf sich sitzen lassen und alarmiert die Kapos sich um Ricky zu kümmern – schließlich muss Zucht und Ordnung herrschen, zumal auch der leitende Direktor seine Rückkehr aus dem Urlaub angekündigt hat...
Klingt jetzt alles nicht sonderlich komplex aber es gibt neben der rudimentären Handlung noch ein paar Flashbacks die Rickys Motivation für den Gefängnisaufenthalt zeigen (die hier natürlich nicht verraten werden) oder einen ruhigen Moment als er einem stummen Gefangenem versucht das Musizieren auf einem Blatt beizubringen und im dann letztendlich eine Flöte schenkt. Als dieser sich dann weigert Ricky umzubringen bezahlt er das mit seinem Leben was Rickys Zorn nur weiter steigert. Die Story ist im Grunde genommen nur ein Versatzstück um die Kämpfe bzw. Ricky selbst ins rechte Licht zu rücken. Dauern sie doch ob der übermenschlichen Kräfte nie sonderlich lange. Man sollte also keine ausgefallene Kampfchoreographie erwarten. Was den Film jetzt über den Durchschnitt hebt sind zwei Punkte: erstens: Es wird, teils sogar recht einfallsreich, gesuppt, gesplattert und filetiert. Der Gore-Freund kommt also schon mal auf seine Kosten, sehen doch die meisten FX gut aus. Allerdings ist der zweite Punkt fast entscheidender und punktet in Kombination mit dem ersten: die fantastisch grottige Synchro. Was die Synchronsprecher da (nicht) geleistet haben ist famos und Freunde des unfreiwilligen(?) Humors werden sich den Bauch halten. Wenn Ricky einem Mitgefangenem ein Nagelbrett ins Gesicht fallen lässt (bzw. andersrum) und der Wärter lakonisch meint „Er blutet wie ein Schwein“ oder Ricky während strömendem Regen im Gefängnishof die Arme in den Himmel steckt und völlig emotionslos „Ahhhhhhhhhh“ schreit, dann bleibt kein Auge trocken. Auf jeden Fall ein toller „Bier und Brezel“ Film über dessen tieferen Sinn man lieber zu keiner Sekunde nachdenken sollte. 7/10
31.5.06 16:56


Gewalt allerorten (Fantasy Filmfest Nights 2006) Teil 1

So, dieses Jahr endlich mal bei dem Vorgeschmack des Fantasy Filmfests gewesen, namentlich Fantasy Filmfest Nights #04. Das Negative vorweg: die Lösung sich jeden Film 7,50 € kosten zu lassen war nicht so optimal gelöst, hoffentlich ist das dann auf dem Festival anders sonst wirds teuer. Ebenfalls schade, dass "The Hills have Eyes" und "Silent Hill" in Frankfurt nicht liefen...
Gesehen haben wir Hostel und Death Trance, für Final Destination 3 war leider keine Zeit, die anderen drei klangen wenig interessant. Aber nun zu den Filmen:

Vorhang auf für Eli Roth' Meisterstück Hostel:
Nachdem ja Cabin Fever von Eli Roth leider nicht der erhoffte Überflieger war (6/10) kommt es diesmal knüppeldicke. Bin mal gespannt ob der Film in der Form offiziel in die deutschen Kinos kommt.
Drei Rucksackstudenten sind in Holland unterwegs (sehr witzig die deutsche Gesangseinlage) ihren weltlichen Gelüsten zu fröhnen. Sie knallen sich mit Drogen und Nutten zu (recht freizügig für einen US-Film) bis sie den jungen Alex treffen der ihnen in Bratislava das Paradies auf Erden verspricht (also noch mehr Drogen und willige Frauen). Die drei lassen sich das nicht zweimal sagen und machen sich per Zug auf den Weg ins vermeintliche Glück. Nach einem kurzen Intermezzo im Zug mit einem seltsamen alten Mann kommen sie letztendlich in dem versprochenem Hostel an, dass tatsächlich von gutaussehenden (und willigen) Frauen bewohnt wird. So wird der Abend auch zum feucht fröhlichem Vergnügen für unsere Protagonisten, sogar das schüchterne Kerlchen der Truppe darf mal ran. Glück gehabt, denn nach dem nächsten nächtlichen Party Trip ist einer der Gruppe verschwunden, per SMS erfahren die anderen beiden, dass er nach Hause gegangen ist. Das ein einfacher Kopf ohne dranhängenden Körper aber schlecht Kurznachrichten verfassen kann versteht sich von selbtst. Und spätestens jetzt (nach ca. 30 - 45 min) bricht der Terror los. Es wird gefoltert, gehackstückelt und gemordet was das Zeug hält, teils sogar richtig einfallsreich, immer aber detailliert und nie unglaubwürdig, man kann als Zuschauer den Schmerz fast mit fühlen. Und diese Tour de Force machte den Film dann auch so sehenswert und die relativ dünne Story schnell vergessen. So brutal ging es im US-Kino schon lang nicht mehr zu (trotz R-Rating - mal sehen ob die DVD-Veröffentlichung da noch einen drauf setzt). Abschließend kann man nur sagen, dass Eli Roth ein feines Stück Terror-Horror geschaffen hat, das sich Menschen mit starkem Magen durchaus ansehen sollten. 8/10

P.S.: (Die US DVD erscheint übrigens voraussichtlich am 16.04 und ist schon so gut wie bestellt)
8.4.06 00:09


Der Filmeabend schlägt zurück

Da noch so viele Filme für so wenig Zeit auf ihre Rezession bzw. erstmalige DVD-Öffnung warten (beunruhigend wie der DVD-Stapel wächst, obwohl noch so viele ungeöffnete Filme darauf verharren), gab es jetzt gleich noch mal einen Filmabend, der, passend zum mehr oder weniger horrorlastigen Grundthema, mit den „Happy Tree Friends“ in der Overkill Box begann. Zumindest die dritte DVD haben wir geschaut, der Rest wurde schon zu einem anderen Zeitpunkt konsumiert.
„Happy Tree Friends“-like wieder sehr nette Anarcho-Unterhaltung mit einigen wirklich kranken Ideen (ein Wandel der Zeit, oder? Vor 20 Jahren hätten die blutigen Knuddelviecher noch keine FSK 16 Einstufung bekommen, sondern wären wahrscheinlich schnurstracks mit Ash und Jason Hand in Hand auf den Index marschiert), einem Wiedersehen mit dem Monkey-Monk und einer sehr schönen, abstrakten Episode mit dem Maulwurf. Ebenso so hübsch der Seitenhieb auf die alten Disney-Filme aus der (Prä)-Stummfilmzeit mit einer ersten Episode des Steinzeitmenschen, der sonst im ewigen Eis eingesperrt, Eis (sic!) verkauft.
Schon beachtlich, was man mit Flash-Movies alles anstellen kann.

Nach diesem Appetizer geht es ans Eingemachte, der asiatische „Dumplings“ steht auf dem Programm. „Der schockierende Film der Berlinale 2005“ steht auf dem Cover und die Thematik ist auch recht ungewöhnlich: Eine wohlhabende, in die Jahre gekommene Frau erfährt über Bekannte von einer Teigtaschenverkäuferin, deren Teigtaschen angeblich verjüngende Wirkung besitzen sollen. Sie will diese Köstlichkeit für sich nutzen, um ihren untreuen Mann wieder für sich zurückzugewinnen. Allerdings kennt sie nicht den Inhalt ihrer potentiellen Verjüngungskur...
Sehr nette Ekeleffekte (man „darf“ unter anderem einer früher eingeleiteten Geburt im fünften Monat beiwohnen; kleingeschnittene Menschen-Embryonen), gute Darsteller und angemessene Kritik am Verjüngungswahn täuschen leider nicht darüber hinweg, das sich der Film zu sehr auf die Kontroverse der Embryonen verlässt und sonst mehr oder weniger gemächlich vor sich hinläuft, um dann den Zuschauer mit einem offenen Ende allein zurückzulassen und zu Diskussionen zu ermutigen. Wohl bekomm's... 6/10

Kurze Fahrt ins nahegelegene Kino, etwas längere Wartezeit im Vorsaal und schon kann es mit „SAW II“ weitergehen, der Fortsetzung der letzt jährigen Horror/Thriller-Sensation SAW (9/10). Von den Kritiken mehr oder weniger zerrissen waren die Erwartungen meinerseits relativ gering (auch die Trailer brachten wenig neues: „The Da Vinci Code“ könnte spannend werden, aber der Trailer ist schon bekannt, das gleiche gilt für Underworld 2 (Evolution, sic!, ich hoffe, dass ist kein schlechtes Zeichen), einzig die Trailer vom neuen J. Aniston Film und vom neuen Harrison Ford-Film waren neu, wobei der letztere klar der schwächere von beiden war... mal schauen, was die Filme letztendlich werden...) Aber zu SAW II:
Jigsaw is back, und ähnlich „Alien 2“ gibt es eine Steigerung an allen Enden, statt einem Raum, ein ganzes Haus, statt 2 Hauptopfern, eine ganze Meute aus 7 Lämmern, statt... nein, das würde zuviel verraten... Alle Opfer atmen in dem Haus in dem sie gefangen sind ein tödliches Nervengift ein und wenn sie nicht innerhalb von 2 Stunden das Gegengift genommen haben, sind sie tot. Das liegt freilich gut in Jigsaws Fallen gesichert, in die die Opfer natürlich auch reihenweise tapsen. Alles in allem wird uns hier eine schöne Schlachtplatte serviert, mit einigen netten Todesideen für die Kandidaten des Spiels auf Leben und Tot. Nach dem großen Erfolg des ersten SAW wurde auch diesmal wieder eine Möglichkeit für einen dritten Teil integriert, der dann aber nicht den Fehler machen darf das ganze in Gigantismus ausarten zu lassen (eine ganze Stadt mit Jigsaws Fallen, oder ähnliche Scherze...) Auf jeden Fall besser als die Kritiken uns glauben machen wollen. 7/10


Wieder zurück im gemütlichen Zimmer vom Monkeyninja geht’s weiter mit „Koma“, ein asiatischer Thriller/Horror bei dem ein Nierendieb umgeht. Eine junge, kränkliche Frau findet auf der Hochzeitsfeier eines Freundes im angetrunkenen Zustand ein Opfer des Nierendiebes und so nimmt die, manchmal etwas verworrene Handlung, ihren Lauf. Leider kann sich der Film nicht so recht zwischen Fisch (Thriller) und Fleisch (Horror) entscheiden und kommt so nicht über knappe 6/10 hinaus, da die gute Atmosphäre durch manch eigenartigen Synchronsprecher der deutschen Fassung und durch einige komische Verhaltensweisen der Protagonisten etwas angeknackst wird.


Nach der Heimfahrt noch ein Absacker für den Abend, „House of Wax“ muss noch sein, lang genug wartet er darauf gesehen zu werden. Tja, und abgesehen von der Überraschung, dass Dean aus „Gilmore Girls“ mitspielt, passiert die knappe erste Stunde erst mal gar nix. Jugendliche aus dem „Wie bau ich mir einen Horrorfilm in 10 Minuten“-Handbuch, die kein Klischee auslassen (entweder doof, notgeil oder beides (*hust* Paris Hilton *hust*), der Querkopf und die Hauptdarstellerin, die zugegebenermaßen echt schnuckelig aussieht), wollen zu einem Football-Spiel und müssen in der Nacht eine Pause in einem Wald einlegen. Ein mysteriöser Pick-up schreckt sie auf, da er ihren Zeltplatz beleuchtet, der Fahrer jedoch nicht auf ihre Rufe und Aufmerksamkeitsversuche reagiert und einfach wieder davon fährt. Als vom dauerfilmenden Deppen der Gruppe am nächsten Morgen die Kamera fehlt und ein Keilriemen in einem Auto gerissen ist, hofft der geneigte Zuschauer natürlich, dass das Morden endlich beginnt... Leider muss man sich noch ein bisschen gedulden. Zuvor fährt das Pärchen (Dean und Schnucki) per Anhalter bei einem Hillbilly mit, um in die nahegelegene (Geister)Stadt zu kommen, der Rest macht sich auf den Weg zum Spiel. „Jetzt endlich?“, fragt sich das Tier im Manne. Gemach gemach, es ist schließlich hell am Tag... Erst mal wird das titelgebende „House of Wax“ gefunden und der örtliche Tankstellenwart um Hilfe gebeten, der den rettenden Keilriemen (natürlich) bei sich zu Hause liegen hat... Es wird auch langsam dunkel (und die restlichen Kids sind dank Stau auch schon wieder auf dem Rückweg) und das Sterben kann endlich beginnen (nach etwas über einer Stunde nervigem Geplänkel... sollte wohl der Charakterentwicklung dienen, geht aber mächtig in die Hose, da das einfach öde und vorhersehbar ist). Dabei sind die Macher sogar denkbar kreativ – eingeschnittene Fußsehnen (spätestens seit Kill Bill massentauglich), abgeschnittene Fingerkuppen in Großaufnahme, abgetrennte und eingeworfene Köpfe (sehr nett gemacht, aber seht selbst, ich will nicht zuviel verraten), abgerissene Haut und ein hübsches Finale im Wachshaus, dass effektvoll in Flammen aufgehen darf und dahinschmilzt. So bleibt uns hoffentlich eine Fortsetzung erspart. Denn der Film hat zwei grundlegende Probleme:
1.) er geht einfach zu lang bzw. das Geplänkel am Anfang zieht sich ewig und lässt den Zuschauer fast dahindösen und
2.) er bedient wirklich jedes Horrorklischee, ohne dabei aber den Versuch von Ironie (wie bei Scream) oder irgendwelchen Innovationen zu unternehmen
Das ist insofern schade, als das Gemeuchel (lang genug hat’s gedauert) als auch das Ende sehr hübsch anzusehen sind. Denn billigen Schlussgag hät’s dann allerdings wirklich nicht mehr gebraucht... 5/10
1.3.06 06:41


Filmabende sind was feines

Gestern mit zwei Kumpels (Monkeyninja und Chrono82) Filmeabend gemacht und wieder zu sehr interessanten Erkenntnissen gekommen:

1.) Michael Bay kann selbst den unvoreingenommensten Filmfan zum Tier werden lassen, gelle Monkeyninja.

2.) Jean Reno hat wieder mal bewiesen, dass er ein gro?artiger Schauspieler ist und

3.) John Carpenter hatte es fr?her wirklich drauf, bevor er "Gosts of Mars" verbrochen hat.

Ohne jetzt die Filme weiter zu beschreiben nur ein kurzes Fazit unsererseits und keine ausf?hrlichen Rezessionen. Die kommen noch, keine Angst, aber heute ist der erste Tag.
Die Filmliste f?r den Abend sah nach ausgiebigem Durchw?rfeln der ungesehenen (und teils noch verschwei?ten...) Filme so aus:

The Island (Die Insel) von *tada* Michael Bay mit Ewan McGregor und Sean Bean, der mal wieder sterben durfte, diesmal als B?sewicht (der gute hat keinen leichten Stand, dauernd wird er erschossen, erschlagen, whatever).
Meines Erachtens ein besserer (will sagen guter) Michael Bay Film, der von der Schauspielerauswahl und dem angeschnittenen Klon-Thema profitiert und trotz gewisser Vorhersehbarkeit, doch nett unterh?lt. Ich f?r meinen Teil geb noch 7/10, der Chrono meint 5/10 und der Monkeyninja 3/10 (oder waren's 2? Wie gesagt, er tut sich schwer mit dem Michael)

Wasabi - Ein Bulle in Japan
Ich hatte den ja schon im Fernsehen gesehen, aber mit 5.1 Sound, gro?em Bild und Kumpels macht das ganze gleich noch mehr Spa?. Jean Reno als trockenhumoriger Cop der guten alte Schule im fernen Japan. Sehr fein gespielt, tolle Gags und Spr?che und auch ein paar wirklich gute Actionsequenzen, nur leider ein etwas zu apruptes Ende. Hat den Eindruck hinterlassen, sie m?ssten schnell mit dem Dreh fertig werden... Daher nur 9/10, sonst h?tte es das Zeug zum Klassiker gehabt!

Nach diversen Tonproblemen wurde "John Carpenters - Assault" verschoben und stattdessen gab's erstmal:

The Replacement Killers
mit Chow Yun-Fat, den ich als Schauspieler sehr sch?tze - im Gegensatz zum ebenfalls mitspielendem Til Schweiger, der die darstellerische Bandbreite eines Milchbr?tchens besitzt und damit "Schauspielern" wie Steven Seagal und den Muscles from Brussels Jean Claude van Damn die Hand reichen kann. Aber das ist ein anderes Thema... Alles in allem recht unterhaltsam, aber auf keinen Fall so gut wie CYFs fr?here Werke (wie z.B. das g?ttliche "Hard Boiled") 7/10

So, Ton ging wieder. Also rein mit
"Assault - Anschlag bei Nacht"
Eigentlich nur gekauft, weil ich bei Amazon auf ?ber 20 ? kommen mu?te und der in so ner netten H?lle war...
Und was soll ich sagen? Der Hammer! Trotz seines Alters ein Atmosph?re-Monster und *trommelwirbel* ein Kind wird erschossen, sogar in Direktaufnahme. Wer jetzt denkt, ich bin ne kranke Sau m?ge mir verzeihen, wenn ich auf Filme wie z.B. "Die Mumie 2" verweise, in denen neunmalkluge Kinder die dauernd entf?hrt werden und gerettet werden wollen, die Nerven des Zuschauers auf eine harte Probe stellen. Aber zur?ck zum Film: grade die Szenen der Belagerung im verlassenen Polizeirevier lassen an "Night of the Living Dead" von George A. Romero erinnern, bis hin zum t?rmen in den Keller. Ganz gro?es Kino 10/10

Und weil wir grad bei Carpenter waren, als Absacker noch einen Horrorfilm der Jamie Lee Curtis Karriere erst erm?glicht hat: die Rede ist nat?rlich von Halloween. Ein Klassiker und Vorreiter f?r viele Filme dieses Genres. Sicher sind die Morde heute spektakul?rer und ausgefeilter, aber kaum ein Slasher kam je wieder an die Atmosph?re von Halloween ran (schon gar nicht die Nachfolger) 10/10

Halb Sechs war's dann vorbei, wirklich ne gute Zeit um ein bisschen Schlaf zu bekommen.
Mal schauen was die heutige Nacht noch bringt, eventuell dann schon morgen neue Eindr?cke.

17.2.06 01:54





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