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I’ll be back...

…hätte ich das letzte Mal vielleicht unter meinen Beitrag schreiben sollen. Nach inzwischen fast dreimonatiger Abstinenz gebe ich mal wieder meinen Senf zu allerlei Filmen, das Review zu „Deathtrance“ verschiebe ich jetzt allerdings auf den nahenden DVD-Release bzw. den Kauf meinerseits. Der obige Aufhänger ist auch gleich ein gutes Stichwort zum ersten Film, hat doch der Hauptdarsteller noch weniger Text als Arni im ersten “Terminator“ (und da waren es grad mal vier Sätze?!). Die Rede ist von der neusten Lionsgate-Produktion „See no Evil“ bei der Wrestler Kane den Antagonisten mimt. Kurz zur Story: Zwei Cops werden zu einem Haus gerufen, indem sich ein entführtes Mädchen befinden soll. Als sie dieses wimmernd auf dem Boden finden taucht der mutmaßliche Entführer auf und tötet den ersten Polizisten kaltblütig. Cop Nr. 2 feuert daraufhin auf den Übeltäter, der trotz Kugel im Kopf fliehen kann. Das vermeintlich gerettete Mädchen hat nur wenig von seiner Rettung, ihr wurden die Augen herausgerissen...
Ein paar Jahre später, unser Retter im Prolog ist immer noch Polizist und leitet eine Art Rehabilitierungsprogramm für kleinkriminelle Jugendliche. Diese sollen ein altes Hotel wieder auf Vordermann bringen und so ihre Strafen abbüßen. Nach anfänglichen Kabbeleien zwischen den Protagonisten und der Erkenntnis, das Gerüchten zufolge ein Schatz in dem Hotel liegen soll, beginnt mehr oder weniger motiviert der Putzdienst. Da dieser wenig Spannung verspricht wird nebenbei versucht, neben den obligatorischen Balzritualen, den Schatz zu finden. Dabei stößt man allerdings in Bereiche des Hotels, die besser verschlossen geblieben wären...
„See no Evil“ lebt ganz klar von zwei Eigenschaften: Erstens von der Optik, die durch einen düsteren Hochglanzlook überzeugt, der bis zuletzt durchgestylt ist. Dadurch wirkt das alte Hotel noch ein ganzes Stückchen beklemmender. Ebenso Pluspunkt Nummer 2 kommt dadurch besser zur Geltung: Kane. Ihn in einem tiefgründigen Drama mitspielen lassen zu wollen wäre wohl mehr als vermessen, aber für diesen Film ist er eine ausgezeichnete Wahl. Seine riesige, massige Gestalt sorgt für sich schon für Beklemmung. Wenn er dann aber stoisch dreinblickend den Opfern seinen Fleischerhaken ins Fleisch rammt oder ihnen die Augen herausreißt, schlägt das Herz jedes Gore-Freundes höher. Überhaupt ist der Film für eine neuere Produktion überraschend brutal, mal schauen ob’s da noch einen Nachschlag in Form einer Extended-Fassung gibt. Leider können diese zwei positiven Aspekte nicht ganz die vorhersehbare Geschichte aufwiegen, die bis auf eine kleine Überraschung (in bezug auf die Opfer), sehr nach Schema F abläuft (und auch die vermeintliche Auflösung ist schon im voraus zu bemerken, wenn man nur ein bisschen aufpasst bzw. schon ein paar Slasher gesehen hat). Nichtsdestotrotz sollte man sich davon nicht den Spaß verderben lassen, denn dafür ist der Film dann doch zu gut gelungen. 7/10



Don’t go into the swamps….

In den 80ern war die Slasher/Horror-Welt noch in Ordnung: Freddy Krüger machte die ElmStreet (und den Index) unsicher, Jason metzelte sich durch die Gäste und Belegschaft des Crystal Lake, H.P. Lovecrafts Hellraiser brachte eine neue Dimension des Schreckens und der Re-Animator Jeffrey Combs schuf fröhlich Zombies die außer Kontrolle gerieten. Zwar wurden die Serien in den 90er mehr (Jason vs. Freddy) oder weniger (Hellraiser-Aufgüsse) erfolgreich fortgesetzt und mit dem Candyman betrat noch eine weitere charismatische Ikone das Parkett, aber für lange Zeit war der Ofen aus (bzw. wurde unrühmlich in die Videothek abgeschoben).Als Mitte der 90er Wes Craven mit seiner „Scream“-Trilogie das Slasher-Genre wieder kinotauglich machte folgten viele Trittbrettfahrer („Ich weiß, was du letzten Sommer...“-Trilogie, „Düstere Legenden“-Trilogie,...), der richtig große Gore blieb aber weitestgehend aus. Erst das Remake von „Dawn of the Dead“ ließ erahnen, dass Hollywood das Tricksen im großen (Gewalt-)Maßstab noch nicht verlernt hat (und nebenbei dem Zombie-Genre eine kurze Wiedergeburt bescherte) und aus französischem Lande bescherte Alexandra Aja der Community mit seinem „Haute Tension“ („High Tension“) eine blutige Überraschung aller erster Güte (8/10) (die er mit dem Remake von „Hills have Eyes“ noch toppen sollte, um die Kurve zu Hollywood bzw. der großen Leinwand wieder zu kriegen). Allerdings schien der alte 80er-Stil inzwischen entgültig begraben, Hochglanz allerorten...
Bis jetzt! Denn jetzt gibt es „Hatchet“. Adam Green scheint es sich auf die Fahne geschrieben zu haben den darbenden Fans einen richtig feinen Oldschool-Splatter-Slasher zu liefern, was ihm (zum größten Teil) auch gelungen ist. Kurz zur Story:
Zwei Kumpels sind bei einem alkoholgeschwängerten Stadtfest unterwegs um ordentlich zu feiern und halbnackte Frauen (im Gegensatz zu „Hostel“ ohne Silikon...) zu beäugen. Allerdings ändert sich der Plan schnell, da einer der beiden, von dem sich seine Freundin nach langer Beziehung getrennt hat, nicht in der Stimmung auf Frauen und Alkohol ist. Stattdessen möchte er lieber etwas erleben und entscheidet sich für eine Geistertour durch die Sümpfe, die in dem kleinen Örtchen angeboten werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und nachdem sie den richtigen Laden gefunden haben, treffen sie auf ihren Reiseführer, zwei Möchtegernschauspielerinnen, ihrem „Regisseur“. Mit dem Bus, in dem sie noch ein älteres Pärchen und ein schweigsames Mädchen treffen, geht es dann in die Sümpfe. Bei der Fahrt durch dieselbigen (vor der sie zuvor gewarnt worden sind) erfahren sie von der Legende des Victor Crowney, der als entstelltes Kind eines Tages durch einen Unfall durch seinen eigenen Vater mit der Axt (mitten ins Gesicht) getötet wurde. Der Vater starb Jahre später an gebrochenem Herzen und seitdem soll Victor durch die Sümpfe spuken. Das an der Legende mehr dran ist als die Gruppe zunächst glaubt, muss Sie schmerzlich erfahren, nachdem das vermeintlich sichere Boot auf Grund gelaufen ist und sie zu Fuß durch die Sümpfe laufen müssen...
Schmerzlich ist ein gutes Stichwort, denn was die Protagonisten hier teilweise erleiden müssen, ist seit langem das härteste was man auf der großen Leinwand erblickt hat. Da werden Köpfe explizit aufgerissen, Kiefer mit Handwerksgegenständen abgetrennt, Opfer gepfählt,... Und selbst wenn die Opfer tot sind werden sie noch durch die Gegend geworfen und weiter gepiesackt. Dabei wirken die Effekte zu keiner Zeit billig oder gestellt, sind allesamt handgemacht – Menschen mit schwachem Magen bzw. schwachen Nerven werden hier wohl kapitulieren. Die Optik des Films erinnert ein bisschen an die ersten „Freitag der 13.“-Filme, deswegen ist Wahl wohl auch auf Kane Hodder (Jason in diversen Teilen der besagten Serie) gefallen, der den Victor Crowney (und dessen Vater) mimt und wunderbar verkörpert. Und damit das Familientreffen perfekt ist, übernimmt Robert Englund (Freddy in der „Nightmare on ElmStreet“-Reihe) eine kleine Rolle, ebenso wie Tony Todd (Candyman in der gleichnamigen Trilogie), die den beiden sichtbar Spaß bereitet. Klingt bis jetzt alles nach Traumwertung, aber der Film hat leider zwei kleine Probleme die den Spaß etwas vermiesen. Vielleicht auch absichtlich als Hommage (konsequent 80er sozusagen), schmerzt teilweise die Dämlichkeit der Protagonisten, die alle Klischeefehler begehen die nur möglich sind. Der zweite Punkt ist das eigenartige Ende, der das ganze Kino zu den wildesten Spekulationen trieb (und nein, es kommt nichts mehr nach dem Abspann, Monkeyninja und ich haben extra gewartet). Summa summarum also ein kleines, feines Stück Horror-Kino das wie eine Zeitreise in die 80er wirkt und mit etwas Fingerspitzengefühl zu einer großen Franchise ausgebaut werden kann. Hoffentlich lernt Adam Green aus seinen Fehlern – wenn ja wird Victor Crowney bald in einem Atemzug mit den Großen des Genres genannt. 7/10
28.8.06 23:24
 


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